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Presse

15.08.2016 - Wormser Zeitung

18.06.15 - Wormser Zeitung

Foto: pa/Balzarin

„4 Türme – 4 Winzer – 40 Weine“: Ob die Veranstaltung 2016 wieder im Andreasstift stattfinden kann, ist noch unklar.

von Christian Mayer

Beim Weinmeeting im Kreuzgang des Andreasstifts kommen 1800 Euro zusammen

Im illustren Kreuzgang des Andreasstifts umherschlendern, leckere Weine probieren und stilvoller Musik lauschen – und dabei noch das Mammut-Projekt „Fünf neue Glocken für den Wormser Dom“ unterstützen? Das ging beim Weinmeeting des Dombauvereins, das unter dem Titel „Vier Türme – vier Winzer – 40 Weine“ stattfand. 1800 Euro konnte der Dombauverein einnehmen, berichtete die Geschäftsführerin des Vereins, Iris Muth, strahlend. Es ist zwar nur ein kleiner Prozentsatz angesichts der Investitionskosten in Höhe von rund 240 000 Euro, von denen der Dombauverein-Vorsitzende Dr. Udo Rauch sprach, aber doch immerhin ein erster Baustein.

Neu in diesem Jahr dabei waren Gudrun Boxheimer und ihr Team vom Abenheimer Weingut Boxheimerhof. Ihr hat es der Dombauverein zu verdanken, glaubt Iris Muth, dass in diesem Jahr ausgesprochen viele jüngere Gäste vor Ort waren. „Wir waren ein bunt gemischtes Publikum“, freute sich die Geschäftsführerin. Insgesamt konnte die Veranstaltung mit den Besucherzahlen der Vorjahre mithalten. Auch das Wetter spielte diesmal voll und ganz mit.

Aus den Vorjahren wieder dabei waren die Weingüter Feth-Wehrhof, Weinmann und Klosterhof (von Winzermeister Christoph Lösch), die ihre Weine zur Schau und vor allen Dingen zum Genuss stellten. Einzig das Abenheimer Weingut Spohr war diesmal nicht mehr mit von der Partie. Für das Kulinarische war das Ristorante Ambiente zuständig, das mit seinen Antipasti bestach; Miriam und Harald Holzderber von der gleichnamigen Neuhauser Chocolaterie verliehen dem Abend die gewisse süße Note. Die Gruppe „Café Chez Nous“, schon bekannt aus dem vergangenen Jahr, hat die musikalischen Klassiker der 30er und 40er Jahre zum Leben erweckt und damit ein gemütliches Flair in den Kreuzgang gezaubert.

Weinmeeting-Neuling Gudrun Boxheimer äußerte sich im WZ-Gespräch positiv über ihre Premiere: „Es war ein sehr schönes Fest und ein ganz tolles Ambiente.“ Dass sich die Veranstaltung rein betriebswirtschaftlich gesehen eher wenig rentiert, ist Boxheimer bewusst. „Trotzdem sind wir gerne wieder dabei – für den guten Zweck! Wir sind eine gläubige Familie und schätzen jedes Projekt, das sich mit der Erhaltung historischer Gebäude beschäftigt, so wie wir selbst jetzt einen alten Gewölbekeller restaurieren und neu ausstatten.“

Foto: pa/Balzarin

„4 Türme – 4 Winzer – 40 Weine“: Ob die Veranstaltung 2016 wieder im Andreasstift stattfinden kann, ist noch unklar.

In Sachen neue Glocken geht der Dombauverein jetzt in die „heiße Phase“: Udo Rauch stellte die neuen Flyer vor, in der das Projekt präsentiert wird. Insofern war der Abend für den Verein eine „gute Image-Werbung“, erklärte Iris Muth, die sich unterm Strich zufrieden zeigte mit dem Verlauf des Weinmeetings. Dessen Zukunft ist allerdings noch ungewiss, da derzeit unklar ist, wie die Sanierungsarbeiten im Kreuzgang des Andreasstifts voranschreiten werden. Im kommenden Jahr wird sich klären, ob sich der Dombauverein erstmals eine Alternative für seine Veranstaltung suchen muss oder an dem ehrwürdigen Ort verbleiben kann.