30.10.20 – Wormser Zeitung

Von Ulrike Schäfer

Michael Kissel führt Dombauverein Worms

Die Mitglieder wählen den ehemaligen Oberbürgermeister zum neuen Vorsitzenden. Er ist Nachfolger von Dr. Udo Rauch, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niedergelegt hatte.

Scheidende und neue Vorstandsmitglieder des Dombauvereins Worms beim Gruppenfoto. Zu sehen sind (vorne von links) Stefanie Lohr, Dr. Udo Rauch und Michael Kissel. In der hinteren Reihe stehen (v.l.) Ulrike Schäfer, Martina Hauzeneder, Birgit Kiesewetter, Wulf Meier, Sabine Hermsdorf und Propst Tobias Schäfer. (Foto: BK/Boris Korpak)
Scheidende und neue Vorstandsmitglieder des Dombauvereins Worms beim Gruppenfoto. Zu sehen sind (vorne von links) Stefanie Lohr, Dr. Udo Rauch und Michael Kissel. In der hinteren Reihe stehen (v.l.) Ulrike Schäfer, Martina Hauzeneder, Birgit Kiesewetter, Wulf Meier, Sabine Hermsdorf und Propst Tobias Schäfer. (Foto: BK/Boris Korpak)

Der Dombauverein hat einen neuen Vorsitzenden. Er ist wohlbekannt, denn er heißt Michael Kissel. Er habe lange gezögert, sich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen, weil der Abstand zu seiner Zeit als Oberbürgermeister doch noch relativ kurz sei, bekannte Kissel bei der Mitgliederversammlung, die coronabedingt im Dom stattfand. Doch hätten viele ihm zugeraten, und seine Begeisterung für den Dom und dessen Erhalt sei so groß, dass er schlussendlich gerne zugestimmt habe.

 

Die rund 30 anwesenden Mitglieder wählten den Ex-OB einstimmig, desgleichen die übrigen Kandidaten: die Landtagsabgeordnete Stefanie Lohr zur stellvertretenden Vorsitzenden, Sabine Hermsdorf, Vorstandsmitglied der Wormser Volksbank, zur Schatzmeisterin, und Martina Hauzeneder, Mitglied des Katholischen Deutschen Frauenbunds, zur Beisitzerin.
Die vorzeitigen Wahlen einzelner Vorstandsmitglieder waren notwendig geworden, weil Dr. Udo Rauch, der langjährige Vorsitzende, sein Amt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig niederlegte. Dr. Klaus Karlin, sein Stellvertreter, Schatzmeister Armin Bork und Beisitzerin Petra Löwer schlossen sich ihm aus beruflichen und familiären Gründen an. Im Mai wird dann, wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt, die reguläre Neuwahl des gesamten Vorstands folgen.
Trotz der Einschränkungen, die dieses Jahr mit sich brachte, hatte der scheidende Vorsitzende in seinem Jahresbericht viel zu sagen. Neben so erfolgreichen Veranstaltungen wie der 16. Domtafel und dem 10. Adventskonzert war der Festakt zum 20-jährigen Jubiläum des Dombauvereins ein Höhepunkt gewesen. Aber der Verein hatte sich auch wieder finanziell engagiert und die Restaurierung der beiden Ambonen bezahlt und eine beträchtliche Summe zur Kanzelrestaurierung beigesteuert. Damit hat der Verein nun die gesamte barocke Ausstattung des Doms wieder auf Hochglanz gebracht und kann neue Aufgaben angehen, wie, was schon lange ansteht, die Sanierung der Reliefs im Seitenschiff. Die Kasse ist auch trotz aller Ausgaben bestens gefüllt, ein gutes Startkapital für den neuen Vorstand, wie Rauch betonte.
Der neue Vorsitzende Michael Kissel kündigte an, dass er sich neben dem Betreiben weiterer Restaurierungen die Mitgliederwerbung auf die Fahnen geschrieben habe, vor allem aber wolle er seine ganze Kraft für die Vision einsetzen, dass die drei Dome am Rhein zum Weltkulturerbe erklärt werden.
Ulrike Schäfer